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tipp3-Bundesliga: Der Streit um die TV-Rechte

Man muss hoffen, dass sich die Hauptprotagonisten im Streit um den neuen TV-Vertrag der Bundesliga im gegenseitigen Umgang kein Beispiel an Österreichs Fußballfans nehmen.

Denn was sich – spätestens seit Hans Rinners Presse-Interview (mehr dazu unten) – in diversen Online-Foren abspielt, ist so weit von vernünftigem Diskurs entfernt wie die Erde von Pluto oder Österreich vom Weltmeistertitel.

Selten kommt es zu konstruktiven Diskussionen, in denen für und wider abgewogen werden. Meist beherrschen Gemeinplätze über “die Großkopferten da draußen in Wien” und “die Bauern da unten” die Threads.

Zumindest verdeutlichen diese Diskussionen eines: das Thema geht alle an – und ist kein Konflikt, der mit einem “dann haut´s Rapid halt aus der Liga raus” und ähnlichem gelöst wird.

Was hat sich in den letzten Wochen getan?
Das Portal sportnet.at hat – das kann hier ganz uneitel festgestellt werden – den Ball am 4. Dezember erstmals ins Rollen gebracht: Rapid denke daran, die Live-Rechte für die Heimspiele ab der Saison 2010/11 dem ORF exklusiv anzubieten.

Der Hintergrund: bis 15. Jänner hat die Bundesliga noch das Mandat, für Rapid TV-Verträge auszuhandeln. Danach könnten die Grün-Weißen ihr Glück selbst versuchen.

Zwei Tage später berichtete der Kurier von der prinzipiellen Einigung der Bundesliga mit dem Pay-TV-Sender sky. Die Spiele der tipp3-Bundesliga sollen fast ausschließlich bei sky laufen, für das Free-TV wären nur mehr zwölf Partien pro Saison vorgesehen. Die Konferenz der ADEG Erste Liga, Österreichs zweithöchster Spielklasse, soll der Vergangenheit angehören.

Rapid kritisierte die Vorgangsweise der Bundesliga. Es hätte beispielsweise keine Ausschreibung der TV-Rechte gegeben. Die gibt es zwar, wurde allerdings erst am 23. Dezember auf der Website der Liga veröffentlicht.

Die Begründung, die in diversen Interviews zu lesen war: es gebe in Österreich ohnehin nur sky auf dem Pay-TV-Sektor, sonst interessiere sich sowieso niemand für die Rechte am Bezahl-Fernsehen.

Heißt also: Bloß nicht auf den Gedanken kommen, sich für andere Vermarkter und Agenturen interessant zu machen.

Edlinger geht in die Offensive
Am 8. Jänner titelt Die Presse “Spielt Rapid exklusiv im ORF?” und zitiert SCR-Präsident Rudolf Edlinger: “Ich will nicht in den Krieg ziehen, aber für uns ist diese Sache schlicht und einfach nicht akzeptabel.”

Die Reichweiten von sky sport austria würden Rapid nicht überzeugen, zwölf Live-Spiele im frei empfangbaren Fernsehen wären dem Rekordmeister zu wenig. “Wir verkaufen unsere Heimspiele ans Free-TV”, sagt Edlinger.

Hans Rinner, seines Zeichens Präsident der Bundesliga und von Sturm Graz, kontert – ebenfalls via Presse – und droht Rapid unterschwellig mit dem Ausschluss aus der Liga.

Rinner droht
Er verstehe nicht, warum er aus den Medien von Rapids Plänen erfahren müsse, klagt Rinner, richtet seinem Amtskollegen dann aber auch über die Presse aus: “Ich hätte Rudolf Edlinger als ehemaligen Finanzminister für professioneller gehalten.”

Sollte Rapid seine Heimspiele selbst vermarkten, würden gegnerische Vereine – Rinner nannte Austria und Salzburg – “vermutlich nicht” antreten.

Und jetzt? Am Donnerstag findet die Präsidentenkonferenz der Bundesliga statt, in der eine Einigung bezüglich des TV-Vertrages erzielt werden soll. Ob Rapid dem sky-Deal (Edlinger:  “180.000 Sky-Abonnenten ergeben nicht genug Reichweite für die Sponsoren”)  zustimmen wird, bleibt abzuwarten. Unklar ist, was die Wiener mit ihrer Vorgangsweise bezwecken.

Mehr Geld aus TV-Erlösen, wäre eine logische Erklärung. Aber, sagt Edlinger, der die Einigung der Liga mit sky gerichtlich anfechten will: “Es stimmt nicht, dass wir als Hütteldorfer ein größeres Stück vom TV-Kuchen haben wollen.”

Am Dienstag meldeten sich Vertreter von tipp3, T-Mobile und anderen Liga-Sponsoren im Branchenblatt medianet zu Wort. Sollte es zu mehr Exklusivität im Pay-TV und weniger Präsenz im Free-TV kommen, müsse man das Sponsoring überdenken.

Spürt der Rapid-Boss also derzeit hauptsächlich den Druck seiner Sponsoren?

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Keine Einigung zwischen Sky und Serie A

Der Pay-TV-Kanal Sky muss wieder einmal die Segel streichen – und mittlerweile muss man sich die Frage stellen: wie viel Sport steckt eigentlich in Sky Sport?

Die jüngste Hiobsbotschaft für Fußballfans: Sky konnte sich mit der italienischen Serie A nicht einigen. Nach den abgebrochenen Verhandlungen mit der spanischen Primera Division der nächste Schlag ins Gesicht des Sky-Kunden.

Die SportBild berichtete am Mittwoch von gescheiterten Verhandlungen. Sky-Austria-Sprecher Alexander Winheim bestätigte: “Das ist korrekt. Die Serie A ist im Jahr 2009 nicht im Programm von Sky.”

Eine Hintertür bleibt allerdings geöffnet. Zu Beginn des Jahres 2010 soll es eine neue Verhandlungsrunde mit dem Vermarkter Sportfive geben.

Das Fußballprogramm von Sky bietet nun neben der Deutschen Bundesliga (für UPC und Liwest-Kunden in Österreich nicht empfangbar), der Champions League und der Europa League noch einige Spiele der Premier League, tipp3-Bundesliga und das Old Firm.

Fußball aus Spanien, Portugal, Niederlande, Frankreich? Fehlanzeige. Auch im US-Sport bleiben die Schirme finster. Doch dafür gibt es ja ESPN America.

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Pacult: “Hofmann und Panenka sind Rapid-Größen”

Das 2:2 von Rapid gegen Red Bull Salzburg war nichts für für schwache Nerven. Der Spielfilm in aller Kürze: eine überlegene Rapid-Elf. Plötzlich jubelnde Salzburg-Fans. Ein Doppelschlag hatte Red Bull 2:0 in Führung gebracht. Am Ende freuten sich die Hütteldorfer Fans.

Denn ihre Mannschaft kam auf 2:2 heran, hatte in der Schlussphase (wie auch der Gegner) den Siegestreffer auf dem Fuß, gegen den jedoch auf beiden Seiten das lästige Aluminium etwas einzuwenden hatte.

Nach dem Spiel stellten sich die Trainer beider Teams wie üblich der Pressekonferenz. Diese gibt es hier komplett und ungeschnitten zum Nachhören. Ein gut gelaunter Huub Stevens und ein zufriedener Peter Pacult, der einem Vergleich von Steffen Hofmann mit Antonin Panenka einiges abgewinnen kann.

Zum Abspielen “Play”-Button klicken (Flash-Player erforderlich):

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Kleine Rundschau zum Wochenende, 11. 9. 2009

sportnet.at auf facebook
sportnet.at auf facebook (Werbung)

Worüber in diesen Tagen berichtet wird. Eine sehr subjektive Auswahl mit manch subjektiver Anmerkung.

Europa League: Christian Nehiba soll das Auftaktspiel von Rapid gegen den Hamburger SV auf Sat.1 Österreich kommentieren. Der Privatsender Puls4 sorgte zuletzt für Aufregung unter den Fußballfans, weil man zunächst ankündigte, pro Spieltag eine Partie der Europa League zu zeigen, dies nun aber doch nicht tut. “Wir denken als Gruppe”, wird Michael Stix von ProSiebenSat.1 zitiert. Gemeint ist die Sendergruppe. Am zweiten Spieltag soll auf Puls4 das Auswärtsspiel von Rapid bei Celtic Glasgow übertragen werden. (Österreich, sportnet.at)

tipp3-Bundesliga: Der SK Sturm empfängt am Samstag LASK Linz. Mit den Oberösterreichern kommt Ex-Sturm-Kicker Roman Wallner an die Mur. Auf Sturm12.at gibt´s ein formidables Interview mit dem sportnet.at-Kolumnisten. Die Partie der Grazer gegen die Linzer wird dort natürlich auch getickert. (Sturm12.at)

Peter Pacult freut sich nicht nur auf die Europa League, sondern auch darüber, dass er bei den Rapid-Fans einen höheren Stellenwert genießt, als größtenteils angenommen wird. Über ein Fanklubtreffen erzählt PP: “Da ist einer aufgestanden und hat gemeint: Wir sind stolz, dass sie bei uns sind. Darauf gab´s spontanen Applaus im ganzen Saal. Und ich muss zugeben, das ist bei mir runtergegangen wie Öl.” (sportnet.at)

Regionalliga West (Deutschland): Die Gewerkschaft der Polizei äußert heftige Kritik am SV Waldhof. Die “gewaltbereite Ultras-Szene” bekomme vom Verein im Carl-Benz-Stadion “einen eigenen Bastelraum” zur Verfügung gestellt. Das ist natürlich ein untragbarer Skandal. Vermutlich bastelt man dort an Atombomben. (Mannheimer Morgen)

England: In England plant man, das “National Football Museum” von Preston nach Manchester zu verlegen. Das hat zum größten Teil wohl finanzielle Gründe, wie vieles im britischen Fußball. Bobby Charlton, seines Zeichens Legende von Manchester United, plädiert weiterhin für den Standort Preston. Preston North End war immerhin Gründungsmitglied der Football League im Jahr 1888. (Any Given Weekend)

Video der Woche: Fernando Torres Season Review 08/09 – Schöne Tore eines schönen Menschen

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Sky, die Europa League und die Sache mit Jako

Neben dem wahren Top-Transfer dieses Sommers kämpft der ORF angeblich noch immer darum, Spiele der Europa League zeigen zu dürfen. Das berichtet die Tageszeitung Österreich in ihrer Donnerstag-Ausgabe. Man müsse sich mit Sat.1 Österreich einigen, heißt es.
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