Category: twitter

Nach neun Monaten: Rapid ist sozial [Update]

Update, 20. Jänner 2012:

Rapid gibt´s jetzt auch auf twitter. Seit wenigen Tagen ist der Account freigeschalten, rund 300 Menschen folgen den Hütteldorfern bisher (Stand: 20. 1., 14:25 Uhr).

Die Tweets gehen bis in den Dezember zurück, doch erst jetzt ist man “offiziell” im Netz.

Originalartikel vom April 2011:

Rapid ist auf facebook gelandet. Endlich, möchte man sagen. Denn während sich zahlreiche Klubs bereits seit geraumer Zeit im derzeit populärsten Social Network der Welt bewegen, haben sich die Grün-Weißen aus Wien Zeit gelassen.

Es ist schon einige Zeit her, dass ich hier an dieser Stelle “Rapid wird sozial” getitelt habe. Allerdings: Auf eine twitter-Präsenz verzichtet man vorerst. So müssen sich Leser mit Sinn für Humor mit dem Fake-Account @SK_Rapid_Wien zufrieden geben. Auch Rapid Lienz kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen.

Rapid auf facebook.
Rapid auf facebook.

Nun ist man auf facebook online – und hat binnen weniger Tage und trotz des Osterwochenendes, an dem traditionell mehr gegessen und getrunken als gesurft wird, über 23.000 Fans (Stand: Ostermontag, 11:30 Uhr) gewonnen.

Das Ziel ist ambitioniert: 100.000 Fans wollen die Hütteldorfer im ersten Schritt auf ihre grafisch gelungene facebook-Seite locken. Da soll unter anderem das “MEGA VIP”-Gewinnspiel helfen, bei dem der Gewinner die Mannschaft “hautnah” zu einem internationalen Auswärtsspiel begleiten darf.

Und sonst?

Die Macher versuchen, den Fans einen Einblick hinter die Kulissen zu gewähren. Kurz-Interviews mit Spielern und Trainer, Andy Marek, dem man durch den Spielertunnel auf den Rasen folgt – oder (nach HSV-Vorbild) Fotos aus der Kabine, wo die Flipchart mit Kader bzw. Aufstellung fürs aktuelle Spiel steht.

Rapid sieht den facebook-Auftritt als “sinnvolle Ergänzung zur offiziellen Vereinshomepage”. Ob er das wirklich wird, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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#nowkr | Twitter als Protest- & Infomedium

Twitter als Instrument für die Organisation des Protests.

Nicht neu. Aber am 8. Mai in Wien wieder schwer angesagt.

Dem jährlichen “Totengedenken” der stramm-rechten Burschenschaften am Heldenplatz stand wie jedes Jahr die Gegendemo gegenüber – und diese konnte man via twitter mitverfolgen.

Nicht nur JournalistInnen zwitscherten von den Geschehnissen in der Wiener Innenstadt. Auch und vor allem die Protestteilnehmer informierten und organisierten mit Hilfe des Microblogging-Dienstes.

Der Hashtag #nowkr – im Jänner 2010 anlässlich des Balls des Wiener Korporationsrings in der Hofburg eingeführt – wurde auch am 8. Mai wieder genutzt.

838 Tweets wurden am Sonntag mit diesem Hashtag abgeschickt .

1.027 im Zeitraum von 1. April bis 9. Mai, 14 Uhr; 3.454 seit Jahresbeginn.

In Summe finden sich seit dem 30. Jänner des Vorjahres 6.165 Tweets von insgesamt 658 twitter-Nutzern.

Quelle: twapperkeeper.com

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“Fuck the lot of you”

Fußballer und twitter – ein eigenes Kapitel für sich. Schon Anfang des Jahres berichtete ich hier über Newcastles José Enrique Sánchez, der vier Stunden vor Anpfiff des Spiels der Magpies gegen Tottenham seine Follower darüber informierte, dass er nicht spielen werde.

Ein bisschen knackiger geht´s Danny Gabbidon von West Ham United an. Der Verteidiger zwitschert nach der 1:2-Niederlage gegen Aston Villa am 16. April:

“U know what, fuck the lot of you, u will never get another tweet from me again, you just don´t get it do you. Bye bye.”

Danach schließt der 31-Jährige seinen Account. Die FA straft DGabsey, so sein twitter-Username, ab.

Erst vor einigen Wochen geriet Gabbidons Mannschaftskollege Carlton Cole – ebenfalls wegen twitter-Updates – in die Schlagzeilen. Er muss 20.000 Pfund berappen.

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So verfolgt man die @royalwedding2011

Wer es noch nicht weiß: Diesen Freitag findet in London die Hochzeit des Jahres, ach was, die Hochzeit des Jahrzehnts, des Jahrhunderts (oder so) statt. Großbritanninens Prinz William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor - oder halt eben nur Prinz William –  ehelicht seine Catherine “Kate” Middleton in der Westminster Abbey in London.

Ein Riesenspektakel, natürlich auch für die Medien, aber – selbstverständlich auch – für die Social Networks, in denen schwere Geschütze aufgefahren werden, damit wirklich jeder Mensch, überall und jederzeit, dem Ereignis folgen kann.

Zum Beispiel auf youtube, wo es den offiziellen Channel der Royal Family gibt – selbstverständlich mit Livestream:

Neben einem Livestream kommentiert Broadcaster BBC die Geschehnisse in einem eigenen Liveblog. Noch mehr Links und Tipps zu Streams habe ich hier auf mashable.com gefunden.

Auf facebook haben die Royals ja schon vor geraumer Zeit eine eigene Fanseite eingerichtet. Klarerweise gibt´s auch dort stündlich, minütlich und sekündlich Updates aus London.

Aus dem Clarence House, der Residenz von Prinz Charles und Camilla, wird getwittert. Den totalen Überblick behält man auf officialroyalwedding2011.org, einem Hub, der sämtliche Status-Updates, Tweets und Flickr-Uploads zusammenführt.

ITN bietet auf seiner facebook-Seite ab 10 Uhr MEZ einen Livestream an. Der Sender listet gleich vier Mobile-Apps: für iPhone, Android, Windows Phone und Nokia Ovi.

Den twitter-Account des Clarence House habe ich ja schon erwähnt. Die BBC hat unter @bbcroyalwedding einen eigenen Account eingerichtet, wo getweetet und retweetet wird. Peter Hunt, Korrespondent für sämtliche royale Angelegenheiten, zwitschert ebenso und beantwortet Fragen, sollten welche auftauchen. CNN ist ebenfalls dabei – unter @royalweddingCNN – einige Kommentatoren wie etwa Richard Quest berichten auf ihren Accounts ebenfalls vom gesellschaftlichen Ereignis des Jahres.

Übrigens: Wer sich in die Diskussion einklinken will – der offizielle Hashtag ist #rw2011.

Die Royal Family hat natürlich auch einen eigenen Flickr-Account, der dem Ereignis Rechnung trägt. Unter People´s Royal Wedding können User ihre eigenen Bilder mit Wedding-Bezug hochladen. Gleiches gilt übrigens für den eingangs erwähnten youtube-Channel, in dem man Prinz William und Kate Middleton seine persönlichen Glückwünsche übermitteln kann.

Kann dann schon mal losgehen, finde ich.

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twitter.com

Wann macht ein Tweet Sinn?

TweetWhen.com
TweetWhen.com

Dan Zarrella, Autor der Bücher “The Social Media Marketing Book” und “The facebook Marketing Book” beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit twitter und erhebt allerhand Statistiken zum Microblogging-Dienst.

“The Science of ReTweets” nennt sich sein 22 Seiten starker Report, der twitter-Usern helfen soll, mehr ReTweets zu bekommen.

Zarrella hat nun ein Gratis-Tool entwickelt: TweetWhen heißt der Spaß. Nach Eingabe des twitter-Usernamens analysiert das Ding die letzten 1.000 Tweets. Man erfährt nach einigen Augenblicken, wann die beste Zeit ist, seine Nachrichten in die große, weite twitter-Sphäre hinauszublasen. In meinem Fall: Mittwoch, 7 Uhr Eastern Standard Time – also hierzulande zu Mittag.

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Newcastle erstellt twitter-Regeln für Spieler

Dieser Tweet zwingt Newcastle United zum Handeln:

José Enrique informierte seine Follower vor einer Woche, dass er beim Auswärtsspiel der Magpies bei Tottenham aufgrund einer Verletzung zusehen müsse. Das Problem: Sein Ausfall war zu diesem Zeitpunkt – rund vier Stunden vor Ankick – noch nicht öffentlich bekannt.

In einigen darauf folgenden Tweets versicherte Enrique, zum Neujahrsspiel gegen Wigan wieder fit zu sein.

Das schmeckte Newcastle-Trainer Alan Pardew, der den Ausfall seines Schlüsselspielers eigentlich so lange wie möglich geheim halten wollte, gar nicht.

“Wir werden für die Spieler Richtlinien erstellen, welche Informationen sie weitergeben dürfen. Wir wollen nicht, dass Spieler am Matchtag über ihren Gesundheitszustand twittern. Wir unterbinden aber nicht die Rede- und Meinungsfreiheit. Das hier ist nicht China.”

José Enrique twittert noch am gleichen Tag:

+ Manchester United verbannt twitter von seinen Pressekonferenzen – warum? [von Georg Mahr]

+ ManUnited und twitter: Rechtsexperten äußern Kritik

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Chile: CNN visualisiert Tweets aus aller Welt

Die seit Stunden andauernde Rettungsaktion der verschütteten Bergleute in Chile stellt auch die TV-Stationen vor besondere Herausforderungen. Der Nachrichtenkanal CNN setzt bei seiner Live-Berichterstattung auch auf die Meinungen der Zuseher.

Stündlich werden Tweets aus aller Welt präsentiert. Die Themen, über die im Social Web im Zuge des Grubenunglücks diskutiert wird, werden grafisch dargestellt. Und hier posten Menschen Fotos, die zeigen, wie sie die Bergung verfolgen.

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ManUnited und twitter: Rechtsexperten äußern Kritik

Wie Georg Mahr bereits hier kritisierte, hat Englands Spitzenklub Manchester United das twittern von Pressekonferenzen untersagt.

Das Branchenmagazin SPONSORs zitiert nun den Sportrechtsexperten Karl Hamacher, der das Vorgehen der Red Devils kritisch beäugt. Hamacher bezeifelt, dass “ein Verein problemlos erst die Medienvertreter einladen kann und es ihnen damit gestattet, von der Pressekonferenz zu berichten, um ihnen dann zu verbieten, dies via Twitter zu tun.”

Es stehe schließlich “jedem Journalisten frei, Twitter oder andere Medien zu nutzen, um Eindrücke von einer Pressekonferenz wiederzugeben. Eventuell wäre es mit Hausrecht vereinbar, den Journalisten vorzuschreiben, erst zu einem bestimmten Termin von einer Pressekonferenz zu berichten.”

Doch, wie SPONSORs schließt, “mache das in der Praxis wenig Sinn, denn schließlich kann der Verein schon den Termin der Pressekonfernez selbst bestimmen.”

In die Kritik stimmte zuletzt auch Meedia ein: “Solange Pressekonferenzen nicht live übertragen werden, haben Meldungen via Twitter in der Tat einen unschlagbaren Geschwindigkeitsvorteil. Die Frage ist aber, warum traditionelle Medien nicht selbst Twitter nutzen, anstatt für eine zunehmend fadenscheinige Exklusivität ihrer Berichte zu kämpfen.”

“Auch juristisch könnte der Twitter-Bann angezweifelt werden. Zwar dürfen Profi-Vereine den elektronischen Medien Lizenzen verkaufen und Art und Umfang der Berichte auf diesem Weg reglementieren, ob Twitter-Updates mit diesem Argument verboten werden dürfen, ist jedoch eine offene Frage.”

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33 Milliarden Tweets

Eine hübsche Grafik für all jene, die twitter noch immer als nervige Spielerei bezeichnen. Derzeit werden 90 Millionen Tweets pro Tag abgeschickt, aufs Jahr gerechnet rund 33 Milliarden. Die Grafik des Silicon Alley Insider zeigt das twitter-Wachstum seit 2006.

Quelle: http://www.businessinsider.com/sai

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Rapid wird sozial

Es wird also doch noch was mit Rapid und Social Networks. Wie der Rekordmeister im aktuellen Rapid-Magazin ankündigt, arbeite man “intensiv an der Planung und Umsetzung einer Präsenz” auf facebook und twitter.

“Der SK Rapid hat natürlich längst die Zeichen der Zeit erkannt und plant einen eigenen Auftritt in diesem Bereich”, heißt es. Das wird auch gut sein, immerhin legt die Liga-Konkurrenz aus Favoriten, Salzburg und Graz im Social-Media-Bereich gehöriges Tempo vor.

Was die grün-weißen Fans erwartet, wird ebenfalls schon angekündigt. So sollen “Kurzberichte zu Trainings, Pressekonferenzen, Fanartikelangebote, Verletztenmeldungen,[...] Videos, Downloads und Gewinnspiele” die sozial vernetzten Anhänger verwöhnen.

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