Weingut Zahel

(Qype) – Richard Zahel kennt der eine oder andere bestimmt aus dem Fernsehen. Der gute Mann ist sehr umtriebig – im positiven Sinn – und hat ganz wesentlich zum Aufschwung des Maurer bzw. Wiener Weins beigetragen.
“Der Zahel” ist ein sehr gemütlicher Heuriger im Zentrum Mauers, dem Maurer Hauptplatz. Das Haus wurde vor einigen Jahrhunderten von Maria Theresia erbaut und als Schule genutzt, seit einigen Generationen gehört es der Winzerfamilie. Tolles Flair!
Seit einigen Jahren werden neben dem sehr guten Buffet auch ein Mittagsmenü sowie eine kleine, moderne Speisekarte angeboten. Offenbar trägt man unter anderem dem Umstand Rechnung, dass rund um den Heurigen zahlreiche Menschen arbeiten und Mittagspause machen. Und irgendwie gehen in Mauer ohnehin alle dauernd zum Heurigen…
Mittlerweile ist das Preisniveau der Weine hoch bis teilweise sehr hoch.
Sehr schade, dass vom wirklich wunderschönen Garten nach einigen Umbauten leider nicht mehr allzu viel übrig ist. In der kalten Jahreszeit sitzt man am besten im gemütlichen Schankraum am Kachelofen.
Nach dem Ausstieg des für das Heurigenlokal zuständigen Bruders Alfred ist Alexander Skoff (ein Neffe) in den Betrieb von Richard Zahel eingestiegen und überzeugt mit starken Weinen, die in einem der modernsten Weinkeller Österreichs hergestellt werden.
Der Gemischte Satz ist eine Bank, sehr zu empfehlen auch der Wein von der seltenen Orangetraube, die meines Wissens am Maurer Kadolzberg gedeiht und dort vor 60 Jahren(!) vom Großvater erstmals ausgepflanzt und vor über 20 Jahren von Zahel rekultiviert wurde. Außer in Mauer kommt die Orangetraube in kleineren Mengen im Burgenland und in Klosterneuburg vor.

Zuletzt gekostet:
Wiener Komposition 2010 (Zweigelt, St. Laurent, Blaufränkisch) – leider ein wenig enttäuschend.
Rotleiten 2008 (Zweigelt, St. Laurent, Cabernet Sauvignon von der Ried Leiten, siehe Fotos) – ziemlich gut!
Gelber Muskateller Kroissberg 2010 – toll!
Sauvignon Blanc Kroissberg 2010 – ebenso toll!
Hoch gelobt wird die Rotweincuvée Antares Grande Reserve 2008 (94 Punkte im Falstaff Rotweinguide); in den Genuss dieses Tropfens bin ich bisher allerdings nicht gekommen. Die Flasche kostet ab Hof ja mittlerweile auch schlanke 26 Euro.
Zahel bewirtschaftet Lagen in Mauer, Oberlaa und am Nussberg, vermischt mitunter Trauben der unterschiedlichen Lagen in seinen Riedencuvées.
Unterm Strich: Unbedingt mal hingehen.
Ach ja: Letzten November hat Zahel direkt am Weingut einen Shop eröffnet, in dem neben seinen Weinen auch Delikatessen wie Pesto, Pasteten, Essig etc. erworben werden können.


















