Update – 5. August, 12:05 Uhr:
Noch ein Update, wieder von 90minuten.at. ORF-Sportchef Hans-Peter Trost erklärt, wie, was, wann und warum.
Update – 5. August, 10:34 Uhr:
Plötzlich ist wieder alles ganz anders. Wie Kollege Michael Fiala von 90minuten.at berichtet, wollte der ORF eine frühere Beginnzeit (18 Uhr) anregen. Dies sei aber nun (und das hört sich jetzt auch wieder anders an als noch am Mittwoch) doch gar nicht so das große Problem gewesen, warum es zu keiner Einigung gekommen wäre. Der Rechteinhaber hätte den ORF demnach so lange hingehalten, dass es danach für eine vernünftige Sendeplanung schon zu spät gewesen wäre (was für mich persönlich nicht nachvollziehbar ist – dass da ein Spiel mit österreichischer Beteiligung stattfindet, weiß man ja nicht erst seit gestern). Böse Zungen könnten nun behaupten, dass man beim ORF darüber gar nicht so unglücklich gewesen sei, da die Quoten von Tiflis vs. Sturm wohl im überschaubaren Rahmen gewesen wären.
Ursprünglicher Artikel:
Viel Wirbel in Fußball-Österreich. Zumindest in der schwarz-weißen Hälfte. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird das Auswärtsspiel von Sturm Graz bei Dinamo Tiflis (Donnerstag, 18:30 Uhr, Liveticker bei Sturm12.at) nicht im TV übertragen.
Der ORF erklärte, dass man sich mit dem Rechteinhaber nicht einigen konnte. Dieser “hielt uns dann lange hin, wollte auch nicht wegen der Beginnzeit verhandeln – und so haben wir uns dann auf ein vertretbares Paket für News- und Highlight-Berichterstattung geeinigt”, sagt Michael Berger vom ORF zu Michael Schuen von der Kleinen Zeitung.
Die Kleine weist auch auf die für den ORF ungünstige Anstoßzeit um 18:30 Uhr hin. Der ORF hätte Sturm wohl lieber im Hauptabend – in einer Konferenzschaltung mit Austria Wiens Rückspiel gegen Chorzów – gesehen.
Das wollte der Rechteinhaber nicht. Und das erscheint auch logisch. Denn in der Qualifikation diktiert nicht die UEFA die Anstoßzeiten, sondern der Heimverein, in diesem Fall Tiflis (nachzulesen in den Durchführungsbestimmungen zur laufenden Saison). Nachdem uns Georgien zwei Stunden voraus ist, würde ein Anpfiff um 20:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit 22:30 Uhr Ortszeit bedeuten. Klar, dass Tiflis da nicht mitspielt.
Zwei österreichische Top-Klubs zur Primetime hätten dem ORF möglicherweise hübsche Quoten beschert. So bleibt es nur beim TV-Auftritt der Wiener Austria.
Stutzig macht ein Blick ins TV-Programm vom Dienstag. Da spielte Rapid gegen Stara Sagora – um 18 Uhr. Auf den zweiten Blick kein Wunder: Denn um 20:15 Uhr hatte man am Küniglberg “Soko Kitzbühel” auf ORF 1 programmiert. Eine der Erfolgsserien schlechthin im Öffentlich-Rechtlichen. Sogar am Dienstag – während der Hauptreisezeit – erreichte man damit 649.000 Zuseher bei einem Marktanteil von 26 Prozent.
Rapid gegen Sagora? Zur besten Zeit irgendwann während der zweiten Spielhälfte 258.000 Zuschauer (MA 13 Prozent). Sogar der ZIB-Flash in der Halbzeit hatte 10.000 Zuseher mehr.
Wenn nun Rapid als publikumswirksamster Verein gerade mal im besten Fall eine Viertelmillion Menschen vor die Bildschirme lockt – was hätte dann Sturm (nach einem 2:0 im Hinspiel) erreicht? Andererseits: Ob man mit der 492. Folge von ”Anna und die Liebe” und einem Doppelpack “Scrubs” mehr Meter macht…?
Linktipp:
Sport-TV-Programm für Donnerstag
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