Category: Medien

Chile: CNN visualisiert Tweets aus aller Welt

Die seit Stunden andauernde Rettungsaktion der verschütteten Bergleute in Chile stellt auch die TV-Stationen vor besondere Herausforderungen. Der Nachrichtenkanal CNN setzt bei seiner Live-Berichterstattung auch auf die Meinungen der Zuseher.

Stündlich werden Tweets aus aller Welt präsentiert. Die Themen, über die im Social Web im Zuge des Grubenunglücks diskutiert wird, werden grafisch dargestellt. Und hier posten Menschen Fotos, die zeigen, wie sie die Bergung verfolgen.

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KURIER für den iPad: Ab Oktober drei Ausgaben pro Tag

Obwohl er eigentlich gegen die Dauerbefeuerung im Web ist, gibt Christoph Kotanko, langjähriger Chefredakteur des Kurier und mittlerweile Oberbeauftragter für den “Kurier ohne Papier”, nun digital Gas. Für den iPad wird eine neue App auf den Markt geworfen.

So gibt es künftig drei Kurier-Ausgaben im Laufe des Tages: Morgens, Mittags und Abends.

Die App ist nicht gratis. Bis Jahresende sollen rund 10 Euro eingehoben werden, danach gibt´s ein Abo-Modell. Los geht´s ab Oktober.

Quelle: Medien Manager

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Manchester United verbannt Twitter von seinen Pressekonferenzen. Warum?

- ein Gastkommentar von Georg Mahr

Manchester United today became the second EPL club to ban tweeting during press conferences. The clampdown appears to have come about on the back of TV/radio journalists complaining on the unfair advantage this gives as takes longer for their content to get out.”

Quelle: The UK Sportsnetwork

Die Tradionalisten der Medien beschweren sich also über den unfairen Vorteil, den Onlinejournalisten hätten, wenn sie Infos so schnell über ihre Kanäle schicken können. Kanäle wie Twitter. Hat also auf einmal Radio oder TV das Vorrecht auf die Erstkommunikation von Informationen?

Ich sage Nein. Jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile. Während ein Printjournalist in seinem Artikel den Platz und die Möglichkeit hat, Hintergrundinformationen für das lesende Auge exzellent aufzubereiten, hat das Fernsehen die Möglichkeit Bewegtbilder zu senden. Im Radio kann gesprochen und diskutiert werden und in den Onlinemedien können Infos so schnell wie sonst nirgendwo verbreitet werden.

Nicht jedes dieser Medien muss also alle Aufgaben erfüllen. Es reicht, wenn man die Nische, die man hat, ausfüllen kann. Nicht jede Zeitung, nicht jeder kleine Sender muss ein Team für eine Pressekonferenz entsenden. Die Info erreicht die Menschen auch über andere Wege, denn der Kuchen ist einfach nicht groß genug für alle. Vor allem wenn auch MUTV seine Interessen hat, wie Daniel Rehn treffend bemerkt.

Der Club behindert durch das Verbot von Twitter Kommunikation. Manchester United möchte sie also nicht nur einschränken, sondern auch blockieren.

Wenn wir es nicht kontrollieren können, müssen wir es vernichten.

Das könnte in den Köpfen der Verantwortlichen herumschwirren. Es kann aber nicht funktionieren. Fast jeder Journalist hat heutzutage ein Smartphone. Hat die Möglichkeit in Sekundenbruchteilen Informationen mit der ganzen Welt zu teilen.

Soll jeder Journalist sein Smartphone, seinen Laptop am Eingang abgeben? Soll das Internet blockiert werden? WLAN- oder UMTS-Störsender? Eine Blockade kann in diesem Fall nicht funktionieren. Einzig eine Flut an Klagen wegen “Veröffentlichung von Informationen zu unpassenden Zeitpunkten” können vielleicht den ein oder anderen Journalisten einschüchtern.

Ihr merkt, wie absurd das ist.

Also liebe Red Devils aus Manchester, nutzt die neuen Medien, verbietet sie nicht. Und damit meine ich nicht, eine Facebook-Seite zu haben, um Content rauszublasen – lasst Social Media wirken, lasst los. Die Ära der papierexklusiven Medien ist vorbei. Get over it, Lads!

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stern.de: Diskutiert wird nur mehr auf facebook

Nochmal stern.de.

Vor ein paar Tagen berichtete ich hier an dieser Stelle vom inhaltlichen Relaunch des Nachrichtenportals. Nun lese ich bei Dirk von Gehlen, dass stern.de die Kommentarfunktion komplett zugunsten des facebook-Auftritts aufgegeben hat.

“Ja das stimmt, wir haben uns vor kurzem entschieden, die Kommentarfunktion auf stern.de vorerst nicht mehr anzubieten”, sagt Katharina Rathert, Produktmanagerin bei stern.de.

Grundsätzlich finde ich die Art des Aufrufs zur aktiven Teilnahme an der Diskussion gut.

“Als wir vor gut einem Jahr zusammen saßen und überlegt haben, wie wir stern.de auf Facebook präsentieren, war uns klar, dass wir die Redaktion anfassbar machen wollten. Daraus ist die Idee entstanden, dass unser Nachrichtenchef Dirk Benninghoff morgens einen Videobeitrag zu einem tagesaktuell wichtigen Thema macht. In meinen Videos nachmittags geht es dann meist um Themen, die im Netz diskutiert werden oder unsere Leser auf stern.de besonders interessieren. Häufig steht mir einer der Kollegen zum aktuellen Thema Rede und Antwort – auf diese Weise versuchen wir, der Redaktion auf Facebook ein Gesicht zu verleihen.”

Wie gesagt, eben nur mehr auf facebook. Denn laut Rathert hätte die Qualität der Beiträge in den stern.de-Foren stark nachgelassen: “Anonym abgegebene Kommentare, die sich nicht an ein Mindestmaß der Regeln des menschlichen Miteinanders halten, haben uns die Arbeit zunehmend erschwert.”

Dass die Menschen (in den meisten Fällen) auf facebook Klarnamen (also ihren tatsächlichen Namen) benutzen und sich nicht hinter einem Nickname verstecken, sei ein Grund für die höhere Qualität der Beiträge im Social Network.

Eine Auffassung, die ich nicht zu 100 Prozent teilen kann. Dass man bei facebook in der Auslage steht, scheinen manche zu vergessen oder es ist ihnen schlicht egal. Doch im Großen und Ganzen ist es sicher richtig.

Rathert weist auf die “damit einhergehende soziale Kontrolle” hin: “[...] jeder kann sehen, was und wie ich es geschrieben habe, zu welchen Themen ich was sage. Da will ich mir sicher sein, dazu auch stehen zu können und mich nicht zu blamieren oder dem Spott meiner Freunde auszusetzen.”

stern.de ist kein Pionier, was die Auslagerung der Online-Aktivitäten angeht. Das Männermagazin FHM drehte vor einiger Zeit kurzerhand seine komplette Website ab und ist derzeit nur mehr auf facebook aktiv.

Was ich mich frage: Was tun all diese Unternehmen, wenn es facebook irgendwann nicht mehr gibt?

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Fußball-Kritik mal anders: Marcell Jansen nimmt TV-Kommentator aufs Korn

Marcell Jansen, Fußballprofi beim Hamburger SV, wählt dieser Tage den öffentlichen Weg, um Kritik an ihm zu entkräften. ARD-Kommentator Gerd Gottlob kommentierte vergangene Woche die EM-Quali-Partie zwischen Belgien und Deutschland. Als Jansen ausgewechselt wurde, begründete Gottlob dies mit der seiner Meinung nach schlechten Leistung des Spielers.

Tatsächlich sei Jansen aber verletzt gewesen, wie dieser auf seiner Website erklärt.

“[...] Der Kommentator unseres Spiels hat sich sein eigenes Bild über meine Leistung auf dem Platz gemacht, die – nicht nur meiner Meinung nach – fern ab der Realität war. [...] Das Problem ist doch folgendes: Wir Spieler stehen im Licht der Öffentlichkeit und da können solche aus der Luft gegriffenen Kommentare berufsschädigend sein. [...] Es ist doch bedauerlich, das der gute Herr im Zeitalter der modernen Technik und Kommunikation noch nicht einmal wusste, das ich aufgrund einer Verletzung ausgewechselt wurde. Stattdessen bastelte er sich eine Erklärung zusammen – wohlgemerkt vor einigen Millionen Zuschauern – die absolut nicht zutreffend war und mich sehr negativ dargestellt hat.”

+ Zum kompletten Artikel auf Marcell Jansens Website >>>

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NFL-Fahrplan für die kommenden Wochen

So, nachdem mein Blog wieder über zahlreiche Suchbegriffe rund um die NFL und TV-Sender (sprich: wo gibt es die NFL zu sehen?) angesteuert wird, hier ein kleiner Überblick über die kommenden Wochen.

Diesen Sonntag steigt der österreichische Privatsender Puls 4 ins NFL-Geschehen ein. Ganz so stimmt das natürlich nicht, denn Puls 4 hat bereits heuer Conference Finals und Super Bowl übertragen. Aber in dieser am Sonntag startenden Saison gibt es jede(!) Woche ein Spiel der Regular Season, danach die Divisional Playoffs, die Conference Finals und zum krönenden Abschluss die Super Bowl live im Free-TV.

An diesem Wochenende startet Puls 4 mit der Live-Übertragung der Partie Philadelphia Eagles – Green Bay Packers. Die Sendung beginnt um 22 Uhr, der Kickoff erfolgt um 22:15 Uhr.

Im Studio führt Christian Nehiba durch die Sendung. Ihm zur Seite stehen Tobias Oberzeller (Herausgeber KICKOFF) sowie Pasha Asildab (Nationalspieler) und Dimitrios Galanos (Ex-Footballer). Das Spiel selbst kommentieren Walter Reiterer (Chefredakteur und Herausgeber von Football-Austria.com) und AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck.

Das Puls-4-Programm der nächsten Wochen:

  • 19. September, 1:05 Uhr: Washington Redskins – Houston Texans
  • 26. September, 00:15 Uhr: Denver Broncos – Indianapolis Colts

Puls 4 zeigt einige Spiele live, andere “as live”, also zeitversetzt. Möglich auch, dass Monday Night Games oder das Thanksgiving-Game (Donnerstag) ins Programm gehoben werden. Je nach Saisonverlauf und Attraktivität der Spiele wird hier kurzfristig entschieden. Aktuelle Infos dazu gibt´s auf Football-Austria.com, auch zu finden bei twitter.

Grundsätzlich geht´s in der NFL-Saison schon heute, Donnerstag, los: Minnesota Vikings – New Orleans Saints. ESPN America (zu empfangen über aon.tv, UPC Digital und sky) überträgt ab 1:30 Uhr.

Das Sonntagsprogramm sieht folgende Matchups vor: Cincinnati Bengals – New England Patriots (19 Uhr), Dallas Cowboys – Washington Redskins (2:20 Uhr). Montagabend gibt´s zwei Spiele: Baltimore Ravens – New York Jets (1 Uhr), San Diego Chargers – Kansas City Chiefs (4:15 Uhr).

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Europa League auf Puls 4: Zum Auftakt gibt´s Rapid

The UEFA Europa League logo.
Image via Wikipedia

[Update] Wie Rapid bekannt gibt, sind die offiziellen Fanflieger nach Porto bereits ausgebucht.

[Ursprünglicher Artikel] Wie Puls 4 am Freitag bekannt gab, wird das erste Live-Spiel der neuen Europa-League-Saison jenes von Rapid Wien beim FC Porto sein. Am 16. September startet der Privatsender seine Übertragung um 20:40 Uhr, der Ankick erfolgt um 21:05 Uhr. Die Sendung wird von sky produziert.

Ab 23 Uhr sendet Puls 4 Highlights des Aufeinandertreffens von Red Bull Salzburg und Manchester City.

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Rekordquoten für ATV dank Rapid & Sturm | Europa League bei Puls 4

Wie Der Standard meldet, war ATV “45 Minuten lang” Marktführer in der TV-Werbezielgruppe bis 49 Jahre. 347.000 Zuschauer sahen am Donnerstag die zweite Hälfte der Rückspiele von Aston VillaRapid und JuventusSturm Graz.

Die Gruppenphase, für die sich Salzburg und Rapid qualifiziert haben, wird auf Puls 4 übertragen. Der Privatsender zeigt in Kooperation mit sky (wo sowieso und überhaupt alle EL-Spiele laufen) die Spiele der österreichischen Vertreter.

Bereits in der ersten Runde am 16. September kommt es zu echten Highlights: Rapid empfängt den gastiert beim FC Porto, Champions-League-Sieger von 2004, während es Salzburg mit den Neureichen von Manchester City zu tun bekommt. Die Grün-Weißen spielen um 21:05 Uhr, die Salzburger bereits davor um 19 Uhr. Rapid trägt seine Heimspiele wie in der Vorsaison übrigens im Ernst-Happel-Stadion aus.

Puls 4 sicherte sich im August 2009 die Übertragungsrechte für die Europa League für die Dauer von drei Jahren.

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Media-Watch: Nikica Jelavic

Nikica Jelavic und sein Blitzwechsel nach Glasgow sorgen für Aufregung. Die Beiträge in diversen Online-Foren spielen die ganze Bandbreite von tiefsten Beschimpfungen bis hin zu Glückwünschen für sein Rangers-Engagement.

Und was berichten die Tageszeitungen über den Abgang des 24-jährigen Kroaten?

Ein Auszug.

Die Kronen Zeitung ist sich am Mittwoch noch ganz sicher, dass Jelavic bei Rapid bleibt. Mehr noch: Jelavic´ Einstellung wird als “sehr professionell” bezeichnet.

Einen Tag später sieht die Welt schon anders aus. “Transfer erpresst”, heißt es in fetten Lettern. Jelavic zeigte laut Krone “seinen wahren Charakter, der lange nicht so gut ist, wie es Pacult annahm.”

Das Kleinformat ortet eine “miese Aktion”, in die Rangers-Boss Martin Bain “sicher eingeweiht war”.

Österreich haut am Samstag auf Seite 1 auf den Putz.

Im Sportteil geht es nicht annähernd so wild zur Sache, wie die Headline von Seite 1 vermuten lässt. Interessant ist nämlich jenes Detail: “Am Mittwoch hatte Jelavic angekündigt, nicht mehr für Rapid spielen zu wollen.”

Mittwoch also – und nicht, wie von Klub-Präsident Rudolf Edlinger erklärt, Donnerstagmorgen vor dem Vormittagstraining. “Auch ein ‘Familienbesuch’ von Rapid-Manager Werner Kuhn bei Jelavics Onkel brachte kein Ergebnis.”

Von der Reise nach Zagreb berichteten auch wir auf sportnet.at, nachdem der britische Daily Record erstmals davon geschrieben hatte.  Auch der Kurier informiert seine Leser am Freitag und Samstag darüber. Kurier-Kolumnist Peter Stöger hält die Aufregung rund um den Transfer von Jelavic übrigens für übertrieben.

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Europa League in ATV | Was passiert mit der NFL?

ATV (Austria)
Image via Wikipedia

Am Dienstagnachmittag ließ ATV die Katze aus dem Sack. Der Privatsender sicherte sich die Übertragungsrechte für die Europa-League-Rückspiele von Sturm Graz und Rapid Wien. Die Spiele der beiden Bundesligisten gegen Juventus Turin bzw. Aston Villa werden von ATV am Donnerstag, den 26. August, in einer Konferenzschaltung übertragen. Um 20:15 Uhr beginnt die Vorberichterstattung, um 20:45 Uhr erfolgt der Anpfiff in Turin und Birmingham.

Die Hinspiele sind diesen Donnerstag in ORF 1 zu sehen.

Noch keine Neuigkeiten gibt es von der NFL-Front. Nach aktuellem Stand werden Spiele der Regular Season im österreichischen Fernsehen nicht zu sehen sein. Im Jänner überraschte Puls4, als man Conference Finals und Super Bowl übertrug. In den Jahren davor war die NFL Sache des ORF, der mit Christopher D. Ryan zuletzt einen ausgewiesenen Football-Fachmann an Servus TV verlor.

Insider gehen davon aus, dass hierzulande, wenn überhaupt, Spiele der Post Season zu sehen sein werden. Bis dahin bleibt Kunden von UPC, aon.tv und sky das Angebot von ESPN America. Der US-Sender überträgt derzeit bereits Spiele der Preseason.

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“Anna und die Liebe”, Folge 492, statt Sturm Graz gegen Dinamo Tiflis

Update – 5. August, 12:05 Uhr:

Noch ein Update, wieder von 90minuten.at. ORF-Sportchef Hans-Peter Trost erklärt, wie, was, wann und warum.

Update – 5. August, 10:34 Uhr:

Plötzlich ist wieder alles ganz anders. Wie Kollege Michael Fiala von 90minuten.at berichtet, wollte der ORF eine frühere Beginnzeit (18 Uhr) anregen. Dies sei aber nun (und das hört sich jetzt auch wieder anders an als noch am Mittwoch) doch gar nicht so das große Problem gewesen, warum es zu keiner Einigung gekommen wäre. Der Rechteinhaber hätte den ORF demnach so lange hingehalten, dass es danach für eine vernünftige Sendeplanung schon zu spät gewesen wäre (was für mich persönlich nicht nachvollziehbar ist – dass da ein Spiel mit österreichischer Beteiligung stattfindet, weiß man ja nicht erst seit gestern). Böse Zungen könnten nun behaupten, dass man beim ORF darüber gar nicht so unglücklich gewesen sei, da die Quoten von Tiflis vs. Sturm wohl im überschaubaren Rahmen gewesen wären.

Ursprünglicher Artikel:

Viel Wirbel in Fußball-Österreich. Zumindest in der schwarz-weißen Hälfte. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wird das Auswärtsspiel von Sturm Graz bei Dinamo Tiflis (Donnerstag, 18:30 Uhr, Liveticker bei Sturm12.at) nicht im TV übertragen.

Der ORF erklärte, dass man sich mit dem Rechteinhaber nicht einigen konnte. Dieser “hielt uns dann lange hin, wollte auch nicht wegen der Beginnzeit verhandeln – und so haben wir uns dann auf ein vertretbares Paket für News- und Highlight-Berichterstattung geeinigt”, sagt Michael Berger vom ORF zu Michael Schuen von der Kleinen Zeitung.

Die Kleine weist auch auf die für den ORF ungünstige Anstoßzeit um 18:30 Uhr hin. Der ORF hätte Sturm wohl lieber im Hauptabend – in einer Konferenzschaltung mit Austria Wiens Rückspiel gegen Chorzów – gesehen.

Das wollte der Rechteinhaber nicht. Und das erscheint auch logisch. Denn in der Qualifikation diktiert nicht die UEFA die Anstoßzeiten, sondern der Heimverein, in diesem Fall Tiflis (nachzulesen in den Durchführungsbestimmungen zur laufenden Saison). Nachdem uns Georgien zwei Stunden voraus ist, würde ein Anpfiff um 20:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit 22:30 Uhr Ortszeit bedeuten. Klar, dass Tiflis da nicht mitspielt.

Zwei österreichische Top-Klubs zur Primetime hätten dem ORF möglicherweise hübsche Quoten beschert. So bleibt es nur beim TV-Auftritt der Wiener Austria.

Stutzig macht ein Blick ins TV-Programm vom Dienstag. Da spielte Rapid gegen Stara Sagora – um 18 Uhr. Auf den zweiten Blick kein Wunder: Denn um 20:15 Uhr hatte man am Küniglberg “Soko Kitzbühel” auf ORF 1 programmiert. Eine der Erfolgsserien schlechthin im Öffentlich-Rechtlichen. Sogar am Dienstag – während der Hauptreisezeit – erreichte man damit 649.000 Zuseher bei einem Marktanteil von 26 Prozent.

Rapid gegen Sagora? Zur besten Zeit irgendwann während der zweiten Spielhälfte 258.000 Zuschauer (MA 13 Prozent). Sogar der ZIB-Flash in der Halbzeit hatte 10.000 Zuseher mehr.

Wenn nun Rapid als publikumswirksamster Verein gerade mal im besten Fall eine Viertelmillion Menschen vor die Bildschirme lockt – was hätte dann Sturm (nach einem 2:0 im Hinspiel) erreicht? Andererseits: Ob man mit der 492. Folge von ”Anna und die Liebe” und einem Doppelpack “Scrubs” mehr Meter macht…?

Linktipp:
Sport-TV-Programm für Donnerstag

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Fußball-Notizen: Sturm-Ärger über ORF | Krasse Jagd auf Trainer | Zweifelhafter Service

  • Riesen Ärger in Graz bzw. bei allen Sturm-Fans, egal, wo sie sich befinden. Einen Tag vor dem Europa-League-Auswärtsspiel gegen Dinamo Tiflis wird bekannt, dass die Begegnung NICHT im TV übertragen wird. Der ORF, müsse von einer Live-Übertragung absehen, “da die Auslandsrechte nicht zur Verfügung stehen”, wie die Kleine Zeitung zunächst in ihrer Online-Ausgabe noch etwas vage berichtet. Wenig später veröffentlicht kleine.at einen Artikel aus der Donnerstag erscheinden Printausgabe. Der ORF hätte zunächst mit einer Agentur verhandelt, von der sich schlussendlich herausgestellt hatte, dass sie die Rechte gar nicht besitze. Der andere Rechteinhaber wollte sich bei der Übertragungszeit nicht bewegen. So einigte man sich “auf ein vertretbares Paket für News- und Highlight-Berichterstattung.” Ärgerlich für Fußball-Fans. Aus Sicht des ORF verständlich: Man will wohl nicht um jeden Preis zur unattraktiven Sendezeit um 18:30 Uhr Live-Fußball zeigen.

  • Dienstagmittag schneit ein E-Mail aus Ried beim Fenster rein. Franz Hansbauer, Geschäftsführer der SV Josko Ried, schreibt: “In der Analyse der beiden Heimspiele gegen Sturm Graz und den LASK Linz möchten wir im gemeinsamen Interesse der Zusammenarbeit die Medienrichtlinien der Österreichischen Bundesliga in Erinnerung rufen!” Ich war weder bei dem einen, noch bei dem anderen Spiel vor Ort. Aber offenbar dürfte es nach der Partie rund  gegangen sein. So dürften Journalisten nach Schlusspfiff das Spielfeld betreten haben, um an Interviews zu kommen – verboten! Andere Medienvertreter scheinen sich weiters nicht an die Verwerter-Reihenfolge (erst interviewt der Live-Verwerter, dann der Erstverwerter, Nachverwerter, dann alle anderen…so sind beispielsweise wir Onliner am ganz, ganz unteren Ende der Nahrungskette angesiedelt) gehalten haben – verboten! Anscheinend haben sich in der Keine-Sorgen-Arena Wildwest-Szenen abgespielt, denn:

  • Der ORF bietet bei seinen Fußballübertragungen den beliebten und bei der WM bewährten Kommentar für Sehbehinderte an. Das ist vorbildlich. Weniger vorbildlich: Den Hinweis dazu gibt es zu Beginn des Spiels Salzburg – Nikosia in Form eines Inserts.
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Wallner und Salzburg: Spürnase Kralicek wusste es schon vor einem Jahr


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Ein kalter Juli-Sonntag. Was liegt da näher, als die heimischen vier Wände auszumisten und von alten Kleidungsstücken und sonstigem Kram zu befreien?

Bei mir heißt das auch: Jede Menge Zeitungen und Zeitschriften treten den Gang in den Altpapier-Container bzw. in die Redaktion an (Liebe Kollegen, in meinem Büro steht eine Kiste mit gesammelten Werken, Anm.).

Das eine oder andere Heft wird durchgeblättert. Einfach so. Vielleicht, um zu sehen, ob sich die Dinge so entwickelt haben, wie vor Monaten prophezeit. Es verwundert mich nicht wirklich, dass ausgerechnet der Falter hellseherische Fähigkeiten besitzt.

So schreibt Wolfgang Kralicek im Juli 2009, also vor genau einem Jahr, über den Transfer von Michael Owen zu Manchester United. Eine Verpflichtung, die nicht nur auf der Insel für Aufsehen gesorgt hat, immerhin avancierte der langjährige Liverpool-Spieler Owen zum Sorgenkind des englischen Fußballs.

Das wusste auch Kralicek, der einen köstlichen Vergleich zog. Er schrieb: “Zuletzt spielte Owen bei Absteiger Newcastle und befand sich gerade auf Vereinssuche, als auf einmal Man-U-Trainer Alex Ferguson am Telefon war – das ist ungefähr so irre, als würde Red Bull Salzburg Roman Wallner verpflichten.”

Wallner wechselte sechs Monate später nach Salzburg.

“Die besten Spieler der Welt mit Millionen zuschütten kann jeder”, urteilt Kralicek. Da sei es “deutlich pfiffiger, einem Mann wie Owen noch eine Chance zu geben.”

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“Österreich” hat Recht

Spaßiges liest man am Samstag in Österreich. Obwohl die Geschichte selbst ja eigentlich hochdramatisch ist.

Als vor Kapstadt ein Wal einen Frontalcrash mit einem Segelboot verursacht, bleiben zum Glück alle Beteiligten unverletzt.

“Ich entkam der Wal-Attacke” titelt Österreich. Wirklich entkommen ist man dem Vieh ja wohl eher nicht – der Glattwal schießt aus dem Meer heraus und landet punktgenau auf der Yacht “Intrepid”.

Das Jungtier, rund zehn Meter lang und etwa 30 Tonnen schwer, zertrümmert den Mast und verabschiedet sich wieder in die Tiefen des Ozeans.

Österreich erklärt, wer an Bord der Yacht war, dass “das Skipper-Paar” die “Cape Town Sailing Academy” leite.

Die Dame führe die Buchhaltung, ihr Partner sei Chief Instructor “und was beide sonst noch gemeinsam tun, geht niemanden etwas an.”

Stimmt. Wenn man doch bloß immer so diskret wäre…


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Toni Polster macht sich Sorgen

Wenn die Austria mit dem Rücken zur Wand steht, wird es kritisch. Dann blickt Toni Polster in Denkerpose aus “Österreich” heraus und auf Österreich herab und macht sich Sorgen um seine Violetten. Vor dem Auswärtsspiel bei Brijeg (Hinspiel 2:2) ist sich Polster sicher:

Toni Polster, Österreich, 22. 7. 210

Polster kann sich entspannen. Denn Austria-Manager Markus Kraetschmer – jener Mann, der für die Finanzen in Favoriten zuständig ist - sagt am selben Tag im “Kurier”:

Kurier, 22. 7. 2010


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