Weinbau Wiltschko

Blick aus dem Gastgarten.
Blick aus dem Gastgarten.

(Qype) – Der Wiltschko, was soll ich sagen…nicht mehr wieder zu erkennen. Meine letzte Erinnerung an die ehemalige Maurer “Jausenstation” (ja, die hieß damals so) datiert wohl irgendwann aus den 90ern. Damals und die Jahre davor endete jeder gefühlte zweite Spaziergang mit den Eltern in der Wittgensteinstraße – die anderen bei der Wildsau, aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls hat sich seit dieser Zeit einiges getan.

Den ehemals rustikalen Heurigen an der Grenze zum 13. Bezirk und zum Lainzer Tiergarten hat die Nachfolge-Generation vor einigen Jahren ordentlich aufgemöbelt – genauer gesagt: ein Haus abgerissen, ein neues hingestellt.

“Eine Art Vinyard-Restaurant im kalifornischen Stil mit Hellholzdesign, italienischen Lampen und Restaurantkarte”, schreibt Florian Holzer in seinem Guide “Wein und Wien” anno 2008.

Fast gleich geblieben sind die “Vitrine”, also das hervorragende Buffet, die Haustorte, die seit Generationen nach dem selben Rezept zubereitet wird – und der wunderschöne Garten.

Der Wiltschko ist die einzige Buschenschank Mauers, die direkt in den Weingärten liegt, genauer gesagt am wohl wichtigsten Weinberg, dem Kadolzberg – Fernblick über Mauer bis Mödling und noch weiter inklusive (siehe Fotos).

Wirklich sehr gute Küche – heute gegessen: Warmer Beinschinken mit Krenpüree und gerösteten Zwiebeln. Wunderbar!

Leider können die Weine (noch?) nicht mit jenen von Edlmoser und Zahel (siehe dort) mithalten. Aber: Der Grüne Veltliner ist gut, unkompliziert, passt. Lecker auch der Gemischte Satz sowie die Rotweincuvée Ried Leithen. Sehr nett: ein Frizzante vom Riesling namens Prosetschko. Weine können ab Hof mitgenommen werden, einige zum Sonderpreis von EUR 4,50 pro Flasche, ansonsten variieren die Preise von 6 bis knapp 14 Euro. Schade: Den Gemischten Satz gibt es nicht flaschenweise zu kaufen.

Fazit: Junges und jung gebliebenes Publikum – typisch Mauer eben. Wie in diesen Breitengraden üblich, wird der Heurige hauptsächlich von Locals besucht. Tolles Essen zu moderaten Preisen. Gute Weine. Grandiose Aussicht. Das einzige, was die Ruhe “stört”, ist Herr Wiltschko, der im Traktor die Rieden beackert. Aber so soll es sein. Wir sind ja hier quasi schon am Land. ;-)

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