Der Fußballsonntag, Teil 1: Sturm – Rapid
Ursprünglich hätte es zum Fußballsonntag einen “Teil 2″ geben sollen. Nachdem sich die anderen drei Programmpunkte (Chelsea – ManUnited, Austria – Ried sowie Talk & Tore) aber als mäßig spannend erwiesen haben, fällt dieser kurzerhand aus.
Ursprünglicher Artikel:
Fazit nach 92 Minuten:
- Schon lange nicht mehr so eine schwache Performance von Sturm Graz gesehen, schon gar nicht im eigenen Stadion - wobei ich natürlich nicht für mich in Anspruch nehmen kann, alle Sturm-Spiele der letzten Jahre gesehen zu haben.
- Eineinhalb Torchancen sind zu wenig gegen Rapid.
- Eine leidenschaftslose Darstellung gegen den so genannten “Erzrivalen” reicht nicht.
- Rapid glänzte nicht, hatte das Spiel aber unter Kontrolle.
- Joachim Standfest: “Wir sind noch eine neu zusammengewürfelte Mannschaft, das hat man heute gesehen. Wir sind noch nicht so weit, wie wir geglaubt haben.”
- Mal schauen, ob das zweite Spiel des Tages attraktiver wird.
Bilder: Christian Knass
Fazit zur Halbzeit:
- Rapid hat mehr vom Spiel, kommt bereits nach wenigen Minuten zu einer guten Gelegenheit, doch Sturm-Keeper Christian Gratzei reagiert blendend.
- Sturm schießt nur ein einziges Mal auf Tor – in der ersten Minute.
- Foda stellt knapp zehn Minuten später ein wenig um, Imre Szabics und Roman Kienast bilden die Doppelspitze. Im zentralen Mittelfeld werken Samir Muratovic und Manuel Weber.
- Standfest ist einfach nicht gut. Wenig verwunderlich, dass es die Wiener meistens über dessen Seite probieren.
- Rapid spielt bislang besser, vor allem Kavlak (rechts, muss nach 34 Minuten angeschlagen vom Feld, für ihn kommt Christopher Trimmel) und Christoph Saurer (links) fallen durch besondere Spielfreude auf.
- Steffen Hofmann spielt zentral. Das ist auch gut so. Teilweise attackiert der deutsche Spielmacher die Sturm-Verteidiger schon, wenn diese von hinten das Spiel aufbauen wollen.
- Die Hütteldorfer attackieren aggressiv, gehen mitunter zu zweit auf den ballführenden Spieler von Sturm.
- Nach knapp 40 Minuten jubelt Grün-Weiß. Flanke von Saurer, Jürgen Patocka hält den Kopf hin und versenkt den Ball zum 0:1 im Tor der Grazer. Gordon Schildenfeld schüttelt entgeistert den Kopf. Sturms Fankurve singt irgendwas von asozialen Wienern, die unter Brücken schlafen und schenkt dem zum Eckball antretenden Hofmann freundlicherweise große Teile ihres Plastikgebindes (etwas, was es außerhalb von Graz in dieser Form sonst nur im Hanappi-Stadion gibt).
- Positiv: Das Spiel ist bisher nicht gehässig oder unfair.


