Wallner und Salzburg: Spürnase Kralicek wusste es schon vor einem Jahr

Ein kalter Juli-Sonntag. Was liegt da näher, als die heimischen vier Wände auszumisten und von alten Kleidungsstücken und sonstigem Kram zu befreien?
Bei mir heißt das auch: Jede Menge Zeitungen und Zeitschriften treten den Gang in den Altpapier-Container bzw. in die Redaktion an (Liebe Kollegen, in meinem Büro steht eine Kiste mit gesammelten Werken, Anm.).
Das eine oder andere Heft wird durchgeblättert. Einfach so. Vielleicht, um zu sehen, ob sich die Dinge so entwickelt haben, wie vor Monaten prophezeit. Es verwundert mich nicht wirklich, dass ausgerechnet der Falter hellseherische Fähigkeiten besitzt.
So schreibt Wolfgang Kralicek im Juli 2009, also vor genau einem Jahr, über den Transfer von Michael Owen zu Manchester United. Eine Verpflichtung, die nicht nur auf der Insel für Aufsehen gesorgt hat, immerhin avancierte der langjährige Liverpool-Spieler Owen zum Sorgenkind des englischen Fußballs.
Das wusste auch Kralicek, der einen köstlichen Vergleich zog. Er schrieb: “Zuletzt spielte Owen bei Absteiger Newcastle und befand sich gerade auf Vereinssuche, als auf einmal Man-U-Trainer Alex Ferguson am Telefon war – das ist ungefähr so irre, als würde Red Bull Salzburg Roman Wallner verpflichten.”
Wallner wechselte sechs Monate später nach Salzburg.
“Die besten Spieler der Welt mit Millionen zuschütten kann jeder”, urteilt Kralicek. Da sei es “deutlich pfiffiger, einem Mann wie Owen noch eine Chance zu geben.”